
Vorbereitung auf das Wochenbett: Was Eltern wirklich brauchen
15.01.2026
Das Wochenbett wird oft unterschätzt
Viele Eltern bereiten sich intensiv auf die Geburt vor – und vergessen das Wochenbett. Dabei ist diese Zeit entscheidend für:
- die Erholung der Mutter
- ein guter Start für das Stillen
- die Bindung zum Baby
- das emotionale Gleichgewicht der Familie
Das Wochenbett ist keine Phase „nebenbei“.
Was das Wochenbett eigentlich ist
Das Wochenbett ist eine Regenerationszeit. Körperlich, hormonell und emotional passiert enorm viel. Ruhe ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für Heilung.
7 Dinge, die ihr vor der Geburt organisieren solltet
1. Unterstützung klären
Wer kocht? Wer erledigt Einkäufe? Wer kümmert sich um Geschwister?
Je klarer das vorab ist, desto entspannter wird das Wochenbett.
2. Essen vorbereiten
Vorgekochtes, nährstoffreiches Essen entlastet enorm – besonders beim Stillen.
3. Besuchsregeln festlegen
Nicht jeder Besuch hilft. Manchmal ist „da sein, ohne zu stören“ die größte Unterstützung.
4. Schlaf ermöglichen
Schlafmangel ist einer der größten Stressfaktoren. Unterstützung bedeutet auch: der Mutter Schlaf ermöglichen.
5. Erwartungen loslassen
Das Wochenbett ist keine Zeit für Leistung. Unordnung, Müdigkeit und Emotionen sind normal.
6. Körperpflege ernst nehmen
Wunden, Rückbildung, Stillprobleme – all das braucht Aufmerksamkeit und Geduld.
7. Gefühle zulassen
Freude, Tränen, Unsicherheit – alles darf da sein. Das Wochenbett ist eine Übergangszeit.
Warum gute Vorbereitung so viel verändert
Eltern, die vorbereitet sind, fühlen sich:
- sicherer
- weniger überfordert
- emotional stabiler
Das wirkt sich auf das ganze Familiensystem aus.
Mehr Orientierung fürs Wochenbett:
In unserem Ebook „Gut vorbereitet ins Elternsein“ findest du:
- konkrete Wochenbett-Tipps aus Hebammenpraxis
- Checklisten für Organisation & Erstausstattung
- ehrliche Worte statt Idealisierung
👉 Für einen guten Start ins Elternsein – Schritt für Schritt.
Was tun gegen Angst vor der Geburt? – Hebammenwissen, das wirklich hilft
29.12.2025
Angst vor der Geburt ist normal – du bist nicht allein
Viele werdende Eltern haben Angst vor der Geburt. Manche sprechen offen darüber, andere tragen diese Sorgen still mit sich herum. Die Angst kann viele Gesichter haben: Angst vor Schmerzen, vor Kontrollverlust, vor medizinischen Eingriffen oder davor, allein gelassen zu werden.
Als Hebammen erleben wir täglich: Angst ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal, dass dein Körper und deine Psyche sich auf eine große Veränderung vorbereiten.
Warum Angst die Geburt beeinflussen kann
Angst führt im Körper häufig zu Anspannung. Diese Anspannung kann wiederum Schmerzen verstärken – ein Zusammenhang, den Hebammen seit Jahrzehnten beobachten. Wenn sich eine Frau sicher, verstanden und gut vorbereitet fühlt, verläuft die Geburt oft ruhiger und selbstbestimmter.
Die gute Nachricht: Angst lässt sich beeinflussen.
Mehr Infos hierzu auch unter Angst-Anspannung-Schmerz Kreislauf in unserem Geburtsvorbereitungskurs oder unserem E-Book.
5 Dinge, die dir konkret bei Geburtsangst helfen können
1. Wissen statt Horrorgeschichten
Viele Ängste entstehen durch ungefilterte Erzählungen oder Social Media. Seriöses, praxisnahes Wissen hilft, ein realistisches Bild von Geburt zu entwickeln – ohne Verharmlosung, aber auch ohne Panikmache.
2. Entspannung bewusst üben
Entspannung ist nichts, was „einfach da ist“. Atemübungen, sanfte Körperbewegungen oder Visualisierungen helfen deinem Nervensystem, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben. Wichtig ist: regelmäßig üben, nicht erst unter der Geburt.
3. Eigene Ängste benennen
Schreibe auf, was dir konkret Angst macht. Nicht „die Geburt“, sondern:
– Angst vor Alleinsein
– Angst vor Schmerzen
– Angst vor medizinischen Entscheidungen
Wenn Ängste benannt sind, können Lösungen gefunden werden.
4. Die Begleitperson vorbereiten
Eine gut vorbereitete Begleitperson ist einer der wichtigsten Schutzfaktoren gegen Angst. Sie schafft Sicherheit, erinnert an Atmung und hilft, den Fokus zu behalten.
Tipp: Zur Vorbereitung für die Begleitperson sind auch die Infos in unserem E-Book wunderbar geeignet. Es gibt dort ebenfalls extra Input für die Begleitperson.
5. Vertraue deinem Körper
Geburt ist keine Krankheit. Dein Körper ist grundsätzlich dafür gemacht. Vertrauen wächst durch Vorbereitung, nicht durch Perfektion.
Wenn du merkst, dass die Angst sehr groß ist
Manche Ängste sitzen tiefer. In diesem Fall kann es hilfreich sein, frühzeitig mit einer Hebamme oder einer anderen Fachperson zu sprechen. Hilfe anzunehmen ist ein Zeichen von Verantwortung – nicht von Versagen.
Weiterführende Unterstützung
In unserem Ebook-Hebammen-Ratgeber „Gut vorbereitet ins Elternsein“ findest du:
- konkrete Entspannungsübungen
- Strategien gegen Angst-Anspannungs-Schmerz-Kreisläufe
- Tipps für Begleitpersonen